Letzte Woche durfte ich überraschend die Regie für eine Produktion in den USA machen. Innerhalb von drei Tagen wurden die notwendigen Vorbereitungen getroffen, Technik zusammengesammelt und Flüge gebucht, um zunächst in Los Angeles und danach in Las Vegas zu drehen. Ein kleines Resumée eines Kurztrips ins Land of the Free...
das amerikanische Cliché
Viele, die mich schon länger verfolgen, wissen, dass ich Amerikas Gesellschaft und Politik gerne mal in die Kritik nehme. Ich würde mich aber nicht als einen Amerika-Hasser oder konsequenten Anti-Amerika-Menschen bezeichnen. Im Gegenteil, es gibt große Teile der amerikanischen Kultur, die ich großartig und interessant finde. Angefangen bei amerikanischer Satire, deren Schärfe und Gewagtheit im deutschen Fernsehen nicht einmal im Ansatz zu finden ist. Philosophen, Philantropen und Wissenschaftler wie Sam Harris, Neil deGrasse Tyson oder Daniel Dennet haben mich mit ihren Überlegungen beeinflusst. Ich bin großer Serien-Fan und bin immer wieder begeistert, was trotz aller berechtigter Kritik in den Staaten auch an wagemutigen und innovativen Formaten produziert wird. Nicht zuletzt bin ich großer Bewunderer der fantastischen Landschaften in diesem Kontinent und würde immer noch gerne einen Road-Trip durch die zahlreichen Nationalparks machen.
Insofern war dieser Kurztrip nach L.A. und Vegas für mich ein interessantes Experiment. Inwiefern würden sich angehäufte Clichés bestätigen? Würde sich mein Bild von Amerika grundlegend ändern, wenn ich es nocheinmal selbst erleben durfte? Bisher war ich erst ein einziges Mal in den Staaten gewesen – in Miami – und das ist inzwischen 17 Jahre her. Spoiler: Meine Meinung zu Amerika hat sich nicht wirklich verändert. Aber interessant war es allemal.
the Good
Californien, der Golden State, ist ein progressiver Staat. Seit 2018 darf hier zum Beispiel legal Marihuana verkauft werden – ein Umstand, der sich in speziellen Shops (siehe Bild: MedMan) äußert, die man nur mit einem gültigen Ausweis betreten darf und die mit modernster Technik ausgestattet sind, um ihre Produkte an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Ipads, Touchscreens, automatisierte Virtrinen und freundliches Servicepersonal offerieren ein breites (pun intended!) Angebot an Marihuana-Produkten: von Haschisch-Dosenlimo zu cbd-Schokodrops zu reinem Gras in vielfacher Züchtung ist alles vorhanden, was den Ganja-Jünger erfreut.
Doch auch was Nahrung und Bewegung anbelangt, sind L.A. und Vegas – zumindest im Vergleich mit Miami – europäischer geworden. Es gibt zwar trotzdem tausend und eine Burger-Buden, aber in Restaurants findet man auch vegetarisches Essen. Supermärkte wie Walmarts bieten neben den zahllosen Zuckerderivaten auch frisches Gemüse und Obst in allerlei Varianten an. Man vertraut nicht mehr nur auf Nahrungsmittelergänzung – auch wenn diese Drugstores trotz allem noch überall zu finden sind. Für mich war das angenehm, weil ich mich, im Gegensatz zu meiner Reise nach Miami, ernähungsmäßig recht wohl gefühlt habe. Ein einziges Mal habe ich einen Burger gegessen, ansonsten bin ich mit Salat, Obst und vor allem einem sehr leckerem Frühstück wunderbar versorgt gewesen.
Das Auto ist DAS Fortbewegungsmittel in den USA. Doch in L.A. habe ich die ersten Anzeichen eines möglichen Paradigmenwechsels entdeckt: Elektro-Roller. So wie man es aus deutschen Städten mit Fahrrädern oder Mopeds kennt, sind in L.A. inzwischen an einigen Stellen kleine eScooter zu finden, die hin und wieder von jungen Leuten genutzt werden. Zahlenmäßig sind sie den Autos weit unterlegen, doch ich deute dies trotzdem als den Start einer positiven Entwicklung.
the Bad
Doch machen wir uns nichts vor: Das Auto, und im Speziellen der Truck, sind in Amerika der heilige Gral. Gefühlt jedes dritte Fahrzeug ist eines dieser Dodge, RAM oder Ford-Ungetüme, deren Motorhaube auf Höhe der Brust endet und die jeden SUV aus Europa wie einen Kinderwagen aussehen lassen. Die wenigsten dieser Trucks waren tatsächlich beladen – es waren nicht einmal Mitfahrer an Bord! Auf den Highways gibt es eine Art Fast-Lane, die nur für Fahrzeuge befahrbar ist, die mindestens zwei Personen transportieren. Diese Lane ist meist leer, weil einfach jeder mit seinem eigenen Auto fährt. Alleine! Das führt zu Staus und damit zu einem täglichen Verkehrschaos, welches dafür sorgt, dass man in L.A. für 10 Kilometer zu ungünstigen Zeiten trotz vier-spuriger Strassen bis zu zwei Stunden beanschlagen muss.
Ein anderes Problem ist der Plastikverbrauch. Ich hatte das Gefühl in den sechs Tagen mehr Plastik in den Müll geworfen zu haben als in 3 Monaten in Deutschland. Produkte, die drei, viermal eingepackt sind. In der Obstabteilung unzählige Plastikschälchen mit geschnittenem Obst oder Gemüse. In den Hotels gibt es kein Metallbesteck oder Keramikteller, alles ist aus Plastik. Dosen- oder Flaschenpfand habe ich nirgends erkennen können. Plastiktüten werden nach wie vor in rauen Mengen gratis ausgegeben.
the Ugly
Amerikas HealthCare ist immer wieder Gegenstand der Medien (hier ein interessantes Video dazu von Rayk Anders). Dass das immer noch ein Problem ist, äußert sich in für europäische Standards bemerkenswerten Plakatwänden, wie ich sie in Las Vegas gesehen habe: Da machen Anwälte mit großen Lettern auf ihre Webseite 'InjuredInAHotel.com' auf sich aufmerksam, um nach einem Unfall in einem Hotel die Artztkosten einklagen zu können. So etwas funktioniert in einer Gesellschaft, in der ein simpler Unfall zu horrenden Kosten und damit zu einer Privat-Insolvenz führen kann. Es war bei weitem nicht das einzige dieser Plakate, das ich gesehen habe.
Nach wie vor erkrankt Amerika vor allem an der kapitalistischen Grundhaltung. Ich weiss, dass so eine Aussage immer nach Sozi klingt, aber ich bin fest davon überzeugt, dass sich hier eine elementare Problematik offenbart. Las Vegas ist sozusagen die Kulmination des Amerikan Dream. Jeder kann zum Millionär werden, über Nacht! Und Reichtum bedeutet alles. Las Vegas ist eine Stadt der Unterwelt, die es geschafft hat, sich mit gleißenden Lichtern und LED-Wänden rein zu waschen. Die Kasinos sind babylonische Bauten, größenwahnsinnig und Zeichen einer Hybris, die vor der Misere anderer Menschen nicht halt macht. Da ist es kein Wunder, dass Luxusmarken wie Gucci, deren Geschichte von Macht, Habgier und Auftragsmorden geprägt ist, in solchen Gefilden hoch angesehen sind.
In L.A. sieht man die Kehrseite der Medaille, denn hier leben Armut und Reichtum oftmals dicht nebeneinander. Beverly Hills strotzt mit den Villen der High Society, doch in Downtown findet man an jeder Straßenecke die Vagabunden, die Mittellosen, Obdachlosen, die Marginalisierten und vom System Ausgespuckten. Dadurch, dass den Reichen immer wieder Respekt gezollt und die Zurschaustellung von Reichtum bewundert wird, etabliert sich ein verschobener Gerechtigkeitssinn: Da ja laut Amerikan Dream jeder reich werden kann, wird Armut als individuelle Schuld angesehen. Der Gedanke, das institutionalisierte Ungerechtigkeit, racial profiling oder einfach der falsche Geburtsort ein Leben zur Gänze bestimmen können, ist zwar generell bekannt, aber meines Erachtens nach immer noch nicht bei großen Teilen der Bevölkerung angekommen - vor allem bei der reichen.
Land of the Free
In den sechs Tagen, in denen ich in den Staaten war, gab es ein Shooting im benachbarten Thousend Oaks, in denen 13 Menschen ums Leben kamen, und die verheerenden Waldbrände, die bis zur Veröffentlichung dieses Artikels andauern. Waffenbesitz und Klimawandel sind Dauerthemen in der amerikanischen Kritik und auch dieser Kurztrip ist ein weiterer Hinweis auf die Relevanz dieser Topoi.
Über Las Vegas hört man immer wieder 'Das muss man mal gesehen haben' und dass es ein Erlebnis sei, vor Ort zu sein. Dem kann ich nicht zustimmen. Vielleicht liegt es daran, dass Vegas in Filmen so oft und perfekt dargestellt wird, dass es in Wirklichkeit nicht mehr den WOW-Effekt hat, den man sich vorstellt. Oder es ist eben doch einfach nur ein trostloser Mammon-Tempel inmitten einer Wüste.
Auf meinem Hinflug bin ich mit einer schweizerischen Bloggerin ins Gespräch gekommen, die neben mir saß. Für sie ist L.A. das Paradies, ein Ort an dem sie sich vollkommen glücklich fühlt und kreativ sein kann. Und auch wenn ich das gute Wetter genießen und den positiven Vibe ein wenig nachvollziehen konnte, ist Los Angeles für mich auf keinen Fall ein Ort zum Leben.
Da ist mir Gran Canaria wesentlich lieber :D
Warst Du schon in Amerika? Wenn ja, teilst Du meine Beobachtungen? Oder hast Du die Staaten vielleicht von einer ganz anderen Seite kennengelernt?
Fotos von mir, Gregor Sauter und Pixabay.com
Ich habe deine Ansicht zu den USA geteilt als ich hier her gezogen bin, die hat sich aber in den letzten Jahren etwas verändert.
Zum Beispiel in Bezug auf die Waffengesetze. Während ich immernoch denke das es viel zu einfach ist an halbautomatische Waffen zu kommen habe ich gelernt die Amerikaner besser zu verstehen. Es gibt nunmal viele Leute hier die ihre Knarren lieben wie du dein Motorrad. Verstehen muss man es nicht, aber es gibt sie zu hauf. Und keiner davon ist ein schlechter Mensch. Desshalb hat sich meine Position von "Verbieten muss man den ganzen schmarn um die Amokläufe unter Kontrolle zu bringen" mehr Richtung "Der Waffenbesitz und Einsatz muss besser kontrolliert werden. Mehr Richtung "Privileg" und weniger "Recht" sollte es sein".
Ähnlich hat sich meine Ansicht zu anderen Themen geändert, aber der Kommentar hier ist schon lang genug =)
In Bezug auf die Waffengesetze bin ich mir allerdings nicht sicher, ob ich eine Leidenschaft für ein Fortbewegungsmittel (die ja in Amerika auch vorhanden ist) gleichsetzen kann mit der Verehrung eines Apparates, der dafür gemacht wurde, einem anderen Lebewesen der Garaus zu machen.
Schreib gerne auch, wie sich andere Sichten verändert haben, die Kommentare hier sind nicht zeichenlimiert! :)
Ich habe gelernt es zu akzeptieren.
Ähnlich ist das beim Thema Sozialstaat. Die meisten Amerikaner lehnen das strickt ab, ein Überbleibsel von der Propaganda im kalten Krieg. Jeder Schritt in Richtung allgmeine Krankenversicherung, Soziales Netz etc. ist der Anfang vom gehassten Kommunismus, in dem der Staat all euer Geld nimmt und den faulen Schmarotzern in den Rachen schmeisst bis alles zusammen bricht. Konservative Medien schüren die Angst davor auch sehr erfolgreich. "Guckt euch Venezuela an. Ein kompletter Sozialstaat, der jetzt vor euren Augen zusammenbricht" Natürlich Blödsinn, funktioniert aber, genauso wie damals im kalten Krieg.
Trotzdem sind Sozialleistungen wichtig, desshalb kommt das Geld aus einem anderen Topf: "Community Service" ist hier auf einem ganz anderen Level als in Deutschland.
Ich erlebe mich selbst oft dabei, wie ich erwarte, dass mit meinen Steuern dafür gesorgt wird das es ein Soziales Netz gibt. Sozialleistungen eben.
Hier funktioniert das aber nicht. Sozialleistungen eintreiben über Steuern ist Kommunismus.
Soziales Engagement aber gibt es zu hauf. Charity hier, Charity da. Im Prinzip ist jeder Teil irgend eines Charity Vereins.
Während man sich strikt gegen ein Soziales Netz wehrt, wird hier das ganze anders gelöst, durch Charity.
Jetzt läßt sich sicher darüber streiten was besser und effizienter ist, aber ich stempel das jetzt mal als amerikanische Kultur ab. Ich muss mich da selbst noch dran gewöhnen.
Religion und Glauben:
Amerika hat keine Dominante Religionsauslegung. In jeder Stadt gibt es rund eine Kirche auf 1000 EInwohner. Fast jede Kirche ist unabhängig. Die meisten haben ihre Wurzeln im Christentum, aber das ist nicht vergleichbar mit Deutschland, das im Prinziep die Katholiken und die Protestanten hat + ein paar Minderheiten.
Du findest fast für jede Kombination aus Glaubensfragen eine eigene, unabhängige Kirche in jeder größeren Stadt. Genauso viele Meinugen gibt es auch zu allen Themen ("Abtreibung", "Homosexualität", "Engel", "Himmel", "Hölle"). Gefühle und Glauben sind hier schon lange Stärker als Wissen und Forschung. Der "besorgte Bürger" ist da nur der Anfang.
Konsum:
In Amerika dreht sich alles um eines: KONSUM. "Treat yourself", "Deal of the Day", und "0% Financing" ist dein Freund.
Ich kenne Leute die haben alle 6 Monate ein neues Telefon, jedes Jahr ein neuen Computer, alle 2 Jahre ein neues Auto. Du lebst um Geld zu verdienen um dir neue Dinge kaufen zu können. Um Menschen zu finden die weniger Urlaub nehmen musst du wahrscheinlich nach China gehen. Standard sind hier 14-18 Tage im Jahr. Nicht selten ungenutzt vor der Angst gefeuert zu werden.
Dieses Denken, dass sich alles ums Geld dreht ist extrem tief in der Amerikanischen Kultur verankert.
Die Jugend von heute, mit viel Einfluss aus Europa, ändert das mittlerweile etwas, zumindest die studierte Jugend. Krankenversicherung, Altersvorsorge, Mutterzeit, Family-leave, alles relativ neue "Benefits" hier die mit den neuen High-End jobs kommen und langsam in der allgemeinen Jobwelt einzug halten. Wenn du heute nach jobs die ein Studium verlangen suchst wird meistens direkt mit den benefits geworben.
Conclusion:
Amerika sieht sich sehr gern als bestes Land der Welt und ehrlich gesagt habe ich noch kein anderes Land erlebt das sich selbst so oft offiziell als "Greatest Nation on the Planet" bezeichnet. Viele Amerikaner glauben fest daran.
Ich persönlich denke das Amerika mir persönlich die besten Möglichkeiten bietet, aber ich sehe auch wie Leute die nicht die Ausbildung, oder die Möglichkeiten haben wie ich hier sehr elendig leben müssen, weil es eben kein wirkliches Soziales Netz gibt und Armut oft als selbstverschuldetes Unglück gesehen wird.
Eine Sache die für mich aber besonders heraussticht und die Amerika meiner Meinugn nach zu Amerika macht ist der Mut unglaubliche Dinge umzusetzen.
Als Beispiel kann man das derzeit laufende "Space Race" sehen. ULA, SpaceX, Blue Origins im Wettlauf zum Mars. Wahrscheinlich werden wir vor 2030 auch dort ankommen und ich glaube die erste Nation, die das All kommerzialisiert wird ebenfalls Amerika sein. Ich habe noch kein anderes Land gesehen, das diese Ambitionen teilt und dem ich glaube das es das auch umsetzen kann.
Davor habe ich unglaublichen Respekt.
Als Reiseland finde ich die USA super - dort wohnen möchte ich nicht. Das erste mal waren wir zu Bush's-Zeiten dort ... und da war das Müll-Problem sichtbar - vor allem Plastik. Das zweite Mal waren wir dort, als Obama Präsident war - ein riesen Unterschied: weniger Müll, Mülltrennung, weniger Plastik(besteck) - wir waren echt überrascht.
Fast Food gibt es tatsächlich sehr viel - weil sich Großfamilien die Restaurants einfach nicht leisten können. Wir haben beides ausprobiert.
Oft wird allgemein behauptet, dass man sich nur ungesund ernähren kann, das stimmt auf keinen Fall - man braucht nur die Augen offen halten. Du hast mit Walmart schon einen Punkt genannt. Wir leben dort teilweise gesünder als zu Hause ... weil Fleisch und Schokolade recht teuer werden können :)
Das amerikanische Frühstück ist auch für uns das Beste - machen wir seitdem zu Hause auch hin und wieder.
Allerdings haben wir dort auch das (geile und süchtigmachende) Starbucks kennengelernt. ;)
Was aufgefallen ist: es soll ja sehr viele Übergewichtige geben ... muss man echt suchen. Die Leute sind dort so dick und dünn wie die Deutschen. ;) Es gibt die Fitness-Freaks genauso wie die Fast-Food-Liebhaber.
Zuletzt waren wir 2016 in den USA und sind in und durch Indianer-Reservate gefahren. Das ist echt traurig: da wird Menschen ein Stück Land gelassen, das kaum was wert ist ... teilweise nur (Halb)Wüste oder steinig oder extrem hügelig, .... Das macht traurig und wütend zugleich. Da geht soviel altes Wissen verloren.
Die USA ist ein Land der Gegensätze, das wird einem jedes Mal klar. Man kommt mit den Leuten super schnell ins Gespräch - leider aber nur oberflächlicher Small Talk. Dafür sind sie sehr hilfsbereit. Wir waren einmal auf die Paramedics angewiesen ... da waren wir heilfroh, dass es sie gibt und die Leute dort auf Zack sind ... und mussten nichtmal was bezahlen.
Ich finde auch die Einreiseprozedur ist etwas anstrengend. Vor allem, wenn mein Gehirn noch nicht auf "Englisch gepolt" ist.
Die Erfahrungen mit den Autospuren und der Fast Lane haben wir auch gemacht - und´uns da immer über die freie Fahrt gefreut. Nachdenklich macht es dennoch, warum jeder allein fährt. Wir haben uns oft darüber während der Autofahrten unterhalten. Soetwas wie Mitfahrgelegenheiten oder "Sammeltransporte" scheinen die Amis nicht zu mögen.
Las Vegas: 20 Dollar beim Roulette eingesetzt und mit 50 Dollar den Tisch verlassen - das Frühstück am nächsten Morgen war bezahlt - ein herrliches Gefühl. :)
Da gab es sogar ein Lob von der Dame/Spielleiterin (Croupier).
Oh man, da könnte ich noch so viel erzählen ...
Bist Du schon unter Trump in Amerika gewesen und konntest Gegensätze zu Obama feststellen?
Ja, ich bin schon unter Trump in den USA gewesen - kurz nachdem er gewählt wurde. Mir war tatsächlich zunächst etwas mulmig - aber unbegründet. Zu diesem Zeitpunkt hat man davon (noch) nichts bemerkt. Es macht vermutlich zusätzlich einen Unterschied, ob man in den Städten unterwegs ist oder "durch die menschenleere Pampa" robbt (wandern). Zuletzt sind wir von San Francisco, immer die Küste entlang (Highway 101), über den Olympic NP bis nach Seattle und dann über die Vulkane wieder zurück nach San Francisco - da waren also nur zwei große Städte dabei. Gab keine besonderen Vorkommnisse.
Den Unterschied von Bush zu Obama - den hat man gemerkt ... aber sowas von! Vor allem in Bezug auf Obama Care, da war es am deutlichsten zu sehen.
Hast Du nochmal vor hinzufliegen und das Land zu erkunden?
Ich meine nur so: jetzt haben sie Trump - wir haben Merkel. ;)
Im Allgemeinen mögen sie (deutsche) Touristen. :)
In seltenen Fällen wird man auf die Kanzlerin und den Fußball angesprochen.
Ich wünsche immer noch, dass der Beamer von Star Trek endlich erfunden wird! :D
Angefangen von den großen Packungseinheiten (ja man, ein 60er Pack Eier ist schon ziemlich groß ^^) bis hin zu den Preisen für Lebensmittel und solche Sachen. Damit meine ich jetzt weniger, dass zumindest in Ca das Preisniveau höher war als hier. Eher dass gesunde Sachen meistens viel teurer waren als ungesundes. Der Kilosack Popcorn / Chips oder die riesen Menge fertiger TK-Fertigburger war wesentlich günstier als Gemüse und Obst (vor allem in ner Menge von der man satt wird). Gesundes Essen muss man sich also auch erst mal leisten können...
Unser Vermieter dort (hatte gut Geld) hat dann auch irgendwann angefangen mit "die Übergewichtigen hier sind ja nur dick, weil sie dumm sind" und sowas. Dass Leute, die wenig verdienen und ne Familie zu ernähren haben, aus Kostengründen auf die günstigen Sachen zurückgreifen müssen, kam ihm wohl noch nicht in den Sinn.
Aber im großen und ganzen fand ich die Leute dort freundlich (manchmal auch zu künstlich freundlich) und ziemlich offen. Wenn auch manchmal mit ziemlich starken und seltsamen Meinungen (z.B. im Bezug auf Waffen). Aber das mit Waffen ist auch je nach Bundesstaat verschieden. In Kalifornien ist es nicht ganz so schlimm, sobald man aber in Nevada ist, gibt es tausend Waffenläden mit Angeboten wie "Kauf 3, zahl 2". Gewöhnungsbedürftig :D
Großstädte waren allgemein nicht so meines, bin eher so der Landschaftstyp und da gibt es ja einiges. Las Vegas fand ich aber tatsächlich mal interessant, weniger wegen den Spielautomaten, mehr die Reizüberflutung überall. Auch wenn es ziemlich surreal ist, dass mitten in der Wüste ne riesige Touristenstadt ist mit gefühlt tausend Pools.
Oh man, mir fällt noch so viel ein, aber ich hab schon so viel geschrieben. Außerdem sollte ich mal weiter an meiner Abschlussarbeit schreiben...
Tschüssi!