Die Krux mit der Fanart
von Manuel Schmitt // 23.08.2018 18:59 // 20

Ich bin gestern auf Twitter über einen Post von Petite Madame gestolpert, der ein gutes Beispiel für die Irrungen und Ver-Wirrungen einer digitalen Social-Media-Generation darstellt. Petite Madame ist eine durchaus talentierte junge Französin, die sich vor allem auf DeviantArt mit Fanart beschäftigt. Damit sind wir dann auch voll im Thema:

Tweet from PetiteMadame

Kurz zusammengefasst: Jemand hatte eines ihrer Bilder ohne zu fragen als Titelbild für eine Fanfiction benutzt. Da ihr das schon öfter passiert war, setzte sie einen Tweet ab, der für ein bewussteren Umgang mit ihrer und anderer Kunst umgeht. Vor allem die Abgrenzung von artwork zu stockimages schien ihr in diesem Falle wichtig.

das Offensichtliche

Auf meine Frage, ob sie denn das Foto, welches sie in dem Tweet verwendet habe, auch selber geschossen habe, antwortete sie, dass sie das Bild auf einer rechte-freien Seite gefunden habe. Bei einer reverse-Image-Suche musste sie jedoch feststellen, dass das Bild von einer Demonstration aus einem Artikel der DailyMail stammt. Ich bezweifle, dass die DailyMail ihre Bilder auf Seiten hochläd, die rechtefreie Bilder anbietet.

Es gibt noch weitere, offensichtliche Widersprüche, wenn man weiter durch ihre Twitter-Timeline scrollt. Zum Beispiel Stills aus Disney-Filmen, die als Meme verwendet werden - mit Sicherheit auch kein Artwork, was sie selbst gemacht hat. Nun kann man natürlich sagen: "Ja, aber Memes oder illustrierende Bilder für einen Tweet sind doch nicht das gleiche, wie ein Artwork für eine Fanfiction hernehmen!"

Warum eigentlich nicht? Ist das nicht alles eine Frage der Perspektive? Ob es nun eine Fanfiction oder ein Tweet ist, das illustrierende Bildmaterial ist nicht vom Autor des Textes und dieser hat auch nicht gefragt, ob er es dafür benutzen darf. In diesem Zusammenhang habe ich mich übrigens schon oft gefragt, ob die GIFs, die bei Twitter oder bei Whatsapp in der App selbst zur Auswahl stehen, wirklich lizensiert sind, oder ob es sich hierbei um eine Grauzone handelt.

das nicht so Offensichtliche

Der Tweet hat mich getriggert, weil ich diese Forderung schon öfters erlebt habe im Bereich Fanart. Die Szene ist voll von jungen, talentierten Menschen, die teilweise sehr protektiv mit ihren Werken umgehen. Das ist vollkommen verständlich - schließlich sind diese Artworks viel Arbeit. Und trotzdem halte ich so eine Haltung das für inkorrekt, vielleicht sogar scheinheilig. Und an alle Artists: Bitte lest weiter, bevor ihr wütend in die Keyboardtasten greift! :D

Das Urheberrecht in Deutschland ist übrigens ziemlich stark reglementiert. Neben dem Urheberrecht, einem Teil der deutschen Rechtsordnung, gibt es außerdem die Berner Übereinkunft zum Schutz von Werken der Literatur und Kunst sowie ein Welturheberrechtsabkommen welches das Urheberrecht auch über nationale Grenzen hinaus regelt.

Ich habe in der LPT-Zeit viel Fanart gesehen - und viele Bilder, die mich als Motiv hatten, habe ich gesammelt und bewahre sie bis heute auf. Ich habe mich tierisch gefreut über die witzigen, teilweise karikierenden und immer liebevollen Zeichnungen. Natürlich habe ich die Zeichnungen geteilt, ich habe sie auf meiner damaligen Webpage gesammelt, immer mit Angabe, wer der Künstler ist (die untenstehende Zeichnung ist von tobsen85).

SgtRumpel und Sarazar in Daylight

Aber man muss sich schon bewusst sein, dass die Auswahl eines Motives im Bereich Fanart nicht immer einer reinen Begeisterung für das Motiv entspringt. Vielleicht mag das in meinem Fall (SgtRumpel) nicht unbedingt zutreffen, aber wenn wir wirklich ehrlich sind, dann ist ein Motiv, das viele Leute begeistert, wesentlich besser dafür geeignet Aufmerksamkeit zu erreichen. Die gesamte Sparte Fanart ist durchsetzt von Artists, die gerne den Bonus an Aufmerksamkeit mitnehmen, der allein durch die Motivwahl entsteht.

Denn ein Werk zu erschaffen, welches komplett auf dem eigenen Mist gewachsen ist, ist nicht nur schwerer, sondern auch schwerer unter die Leute zu bekommen. Mit Alendia gehe ich diesen Weg tagtäglich und er ist mühsam und oftmals frustrierend. Viele der Fanart-Künstler wissen das, denn sie haben das schon am eigenen Leib erfahren.

Doch gehen wir zu dem originalen Tweet zurück. In ihm schreibt PetiteMadam nur von "artwork". Hier liegt meiner Meinung nach ein definitorisches Problem: Man muss unterscheiden zwischen Original Artwork und Fanart. Das vermeintliche Bild, dessen unerlaubte Verwendung P.M. anprangert, war eine Zeichnung, auf der Chris Evans und Sebastian Stan in schmusender Pose zu sehen waren. Mal abgesehen davon, ob man das Motiv an sich gut findet oder nicht, ist das eindeutig Fanart.

Doch Fanart wird nie zu 100% Original Artwork sein. Man baut auf bestehenden Charakteren auf, die einem nicht gehören. Man nutzt die Bekannheit anderer Merchandises, um seine eigene Marke nach vorne zu bringen. Man zeichnet Designs nach, die von einem anderen Künstler entworfen wurden.

Gehen wir noch einen Schritt weiter!

Mit der gamescom, die zur Zeit in Köln stattfindet ist ein anderer Bereich, der inzwischen sogar professionelle Ableger gefundet hat, ebenfalls wieder in aller Munde: Cosplay. Auch hier bauen Künstler massiv auf die Charaktere und Designs anderer auf. All die Designs der Kostüme wurden nicht von den Cosplayern entworfen, lediglich die physische Prob. Das Urheberrecht liegt bei jemand anderem.

Hutmacher Cosplay

Bei Cosplay verhält es sich ähnlich wie bei der Fanart: Die eigentlichen Urheber billigen diese Werke, weil sie zu einer erhöhten Präsenz der Marke führen und damit Teil eines kostenlosen Promotion-Paketes sind. Trotzdem halte ich einen Protektivismus in Sachen Fanart oder Cosplay für nicht angebracht. Wer die Vorteile einer bekannten Marke genießen möchte, der sollte auch damit klarkommen, dass aus den gleichen Gründen ebendiese Werke von anderen zweckentfremdet werden können (ich spreche hier nicht davon, dass man das Werk als sein eigenes ausgibt, das halte ich in jedem Falle als inakzeptabel).

Fazit

Fanart und Cosplay sind tolle, kreative Bereiche, in denen großartige künstlerische Werke entstehen. Doch sie entstehen auf der Basis von meist nicht angefragtem Bild- und Urheberrecht. Wer sich in diesem Bereich professionalisieren will und versucht, seine Werke restriktiv zu schützen, der sollte sich definitiv fragen, ob er nicht seine eigenen moralischen Regeln bricht. Der bessere Weg wäre meiner Ansicht nach: Bilder unterzeichnen, evtl Wasserzeichen setzen, Fordern von einer Verlinkung zum Artist und schließlich eine eigene Präsenz aufbauen, in der diese Werke eindeutig dem Künstler zugeordnet werden können.

Was denkt ihr darüber?

Hutmacher Foto by Paolo Nicolello on Unsplash

Titleimage by Howard Lawrence B on Unsplash

Kommentare
Me
Mel schrieb am 23.08.2018:
Mich hat dieser Artikel sofort angesprochen, da ich ein großer Fan von Petite Madame bin und ihr auf einigen Plattformen folge. Ob man das was sie zeichnet mag oder nicht, ist das eine. Allerdings glaube ich, dass gerade was das Thema Fanart angeht es noch nicht mal so sehr um das rechtliche geht, auch wenn sie es in dem Tweet angesprochen hat. Natürlich beruft sie sich darauf, aber letztendlich - ob die Leute Bild- und Urheberrecht besitzen oder nicht - geht es auch um Zeit die in diese Kunst investiert wird. Nun find ich es auch etwas bedenklich, wenn man sich auf "Rechte" beruft, die einem nicht gehören, denn weder Chris Evans noch Sebastian Stan gehören Petite Madame. Auch nicht Bucky Barnes und Steve Rogers. Allerdings gehört die Zeit, die man freilich freiwillig, in diese "Kunst" investiert einem. Und dann zu sehen, dass es Leute gibt die es einfach nutzen ohne zu verlinken ohne nachzufragen und eventuell sogar die Watermark/Copyright entfernen, das ist bedenklich und nicht richtig. Viele sagen "Selber Schuld wenn man es ins Internet stellt" und vllt haben diese Leute auch recht, aber wenn es danach geht dürfte man gar nichts mehr teilen. Und darum geht es ja auch wenn man Teil eines Fandoms ist: man möchte seine Liebe, für das was man mag, teilen.

Nun ist es im Fall von Petite Madame zu weilen sogar so "schlimm", dass ihre Kunst von Seiten genutzt werden, die diese ungefragt auf Shirts, Tassen, Kissen etc verkaufen und Profit machen und wenn der Punkt erreicht ist, möchte man generell nicht mehr seine Kunst ungefragt auf zig verschiedenen Seiten verteilen sehen, gerade wenn man keine Gewalt darüber hat.

Davon ab sollte man sagen, dass Petite Madame außerhalb des Fandoms eine etablierte Künstlerin ist, die mit ihrem Können ihren Lebensunterhalt verdient und sich dementsprechend professionalisiert hat und sich daher nicht durch diese Fanart - und als das sehe ich es auch - bekannt machen möchte. Im Gegenteil ist es ihr ein großes Anliegen, dass die Schauspieler nicht in ihren Posts getagged werden, auch wenn sich ihre Followerschaft da kaum dran hält.

Fanart, Cosplay - und ich bin selber Cosplayer - sind Dinge, die von der "Gutmütigkeit" der Franchises lebt und ich denke, das sollten Leute generell nicht vergessen. Nichtsdestotrotz sollten die Leute, die ihre Zeit und Liebe in diese Kunst investieren auch respektiert werden. Egal ob es darum geht, dass Fanart einfach wild genutzt wird oder ein Cosplayer ohne zu fragen abgelichtet wird. Wenn ich als Thorin Oakenshield über ein Messegelände geht, ist mir durchaus bewusst, dass ich ein Design trage welches von zig Mitarbeitern bei WETA ins Leben gerufen und der Charakter von J.R.R. Tolkien geschrieben wurde. Trotzdem gingen über 6 Monate meines Lebens in das Kostüm und ich find es dann schade auf einer Seite mein Kostüm zu sehen und der Fotograf wird für das Bild gelobt. Keine Verlinkung, kein Hinweis wer der Mensch auf dem Bild ist. Auf Nachfrage, ob ich zumindest eine digitale Kopie meines Fotos bekommen könnte, kam ein deutliches nein und immer noch keine Verlinkung.

Having said that: in einer Zeit wo Kreativität keine Grenzen kennt und man gerne seine Liebe für das besagte Franchise teilen möchte, sind besagte Grenzen extrem verschwommen. Letztendlich sollten Künstler Respekt vor den Leuten haben, die die Rechte an seinen Lieblingscharaktären halten und genauso sollten die Leute die das Ergebnis dieser Liebe teilen, Respekt vor dem Künstler haben.
Sg
SgtRumpel antwortete am 23.08.2018:
Wie gesagt, die Autorenschaft des Werkes muss unbedingt bestehen bleiben. Jemand, der fremde Motive auf Objekte druckt und dann verkauft, macht sich tatsächlich zweimal schuldig: Einmal beim Artist des Bildes und einmal beim Urheber des Motives. Auch die Reaktion des von Dir beschriebenen Fotografen ist vollkommen fehl am Platze. Respekt ist da ein gutes Wort, und ich bin da vollkommen daccord. Ich finde auch eher die fortschreitende Professionalisierung in den Bereich schwierig - solange das alles dient, um ein Portfolio zu erarbeiten, um Spaß an der Sache zu haben finde ich das super und unterstützenswert.
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Li
Lisa Bell schrieb am 23.08.2018:
Weise Worte, hoffentlich werden sie an der richtigen Stelle gelesen. Ich denke, wer sich professionell als Künstler/Content-Creator will, der hat auch die Pflicht, sich umfassend mit den geltenden Urheberrechten usw. zu befassen. Ich bezweifle aber nicht, das diesem Paragraphen-Monster mal eine Entschlackungskur verabreicht werden sollte, am besten gleich im Rahmen der EU. Ein bisschen mehr öffentliche Aufklärung für alle, wäre auch mal eine gute Maßnahme.

Durch das ständige Recycling von Inhalten und das Retweeten/Teilen usw. ist Amateuren häufig nicht klar, was eigentlich erlaubt ist. Die Grauzonen werden durch bessere Algorithmen auf den Plattformen immer kleiner und ich denke, es wird in Zukunfteher zu viel geblockt. Ich hab es aufgegeben da noch durchzublicken und verzichte auf Homepage und dergleichen, um in kein Fettnäpfchen der Uninformiertheit mehr zu treten.

Im Videoschnitt lauert gleich die doppelte Falle: Bilder/Video-Material und Musik. Oft hat beides einen anderen Urheber und wird dann zu etwas Neuem verbunden. In der Regel wird bei beidem nicht der Urheber befragt. Wenn dann Fans für den Schnitt eines Fanvideos (das vielleicht noch auf dem Handy zusammengefrickelt wurde) überzogene Mutter- bzw. Vatergefühle hegen, dann muss man schon manchmal schmunzeln.

Von den Künstleraspiranten, die zeichnen, kenne ich wenige, die sehr protektiv sind. Die meisten sind eher enttäuscht, dass ihre nicht-Fan-Art zu wenig angenommen wird. Das einzige, was ich daraus mitnehmen kann, ist, sich auch die Inhalte anzuschauen, die kein dickes Franchise dahinter haben. Meistens wird man nicht enttäuscht, also Mut zum Hinschauen!
Sg
SgtRumpel antwortete am 23.08.2018:
Ich bin mir nicht sicher, ob man Urheberrecht so einfach entschlacken kann, weil es eben so dermaßen kompliziert ist. Ich würde mich über eine verkürzte Zeitspanne freuen, in der Werke zu Public Domain werden.
Li
Lisa Bell antwortete am 23.08.2018:
Wenn es einfach wäre, hätten die Herren Juristen sicher schon eine Lösung gefunden :D. Gut Ding braucht Weile, aber man darf ja noch von Wundern träumen, oder?
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Gl
Glaceix schrieb am 23.08.2018:
Ja, sie is imho tatsächlich teils sehr überprotektiv. Was du aber hier in einen Topf wirfst is Eigenleistung basierend auf der Arbeit anderer, und reine Kopie.

Will sagen, bei Fanart nehm ich Charaktere inc Design etc, aber ich bringe immer noch eine Eigenleistung mit ein. Natürlich immer vorausgesetzt ich zeichne (oder pause) nicht ein Bild genau ab, dann wären wir wieder bei der Kopie.
Cosplay is fast noch interessanter. Einerseits haben wir da natürlich die Eigenleistung bei der Herstellung der Kostüme. Andererseits, was ist mit einer Verfilmung vom "Zauberer von Oz" oder "Die Schöne und das Biest"? Die basieren auch auf den Designs etc einer anderen Person die sich irgendwann das Märchen ausgedacht hat. Oder Alice im Wunderland. Und dennoch wäre es illegal, wenn ich eine digitale Version davon vervielfältige und selbst verbreite, auch wenn ich nichts dafür verlange.
Li
Lisa Bell antwortete am 23.08.2018:
Das ist in der Tat ein sehr interessanter Punkt: Märchenfiguren. Oder Yoda. Es gibt bestimmte Figuren, die sind schon so lange Teil des (Pop-)kulturellen Lebens, dass sich die Frage stellen lässt, ob sie nicht allgemeines Kulturgut sind. Sicher gibt es dafür eine Regelung, aber die wird kaum in allen Ländern identisch sein. Aber im Zweifelsfall gehört jedes sehr einflussreiche Franchise, zummindest im Kino, heute ohnehin zu Disney...
Zy
ZyLADoN antwortete am 23.08.2018:
Aber auch hier müssen die Produzenten beim Urheber oder Erben nachfragen und sich die Einwilligung holen.
Sg
SgtRumpel antwortete am 23.08.2018:
Ob mit oder ohne Eigenleistung - Du benutzt ein Design eines anderen Künstlers. In der Musik ist schon oft versucht worden, ähnlich zu argumentieren (die 3-Sek Regel für Sampling); ohne Erfolg. Einer der letzten bekannten Prozesse dazu war Bushido gegen Dimmu Borgir (!). Eine Eigenleistung zu erbringen entkräftet nicht das Urheberrecht, und sie schmälert auch nicht die erhöhte Aufmerksamkeit, wenn Du Dich mit einer bekannten Franchise beschäftigts.

Übrigens gibt es eine Regelung für die Märchenfiguren: Das nennt sich Public Domain und tritt bei vielen Werken ein, wenn der Autor bzw Künstler mehr als 50 Jahre tot ist. Vorsichtig muss man nur dabei sein, wenn man sich auf ein Design zu einer dieser PublicDomain-Figuren bezieht. Schneewittchen an sich ist Public Domain, das Design von Snowwhite jedoch liegt bei Disney...
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Zy
ZyLADoN schrieb am 23.08.2018:
Ich habe mich erst letzte Woche mit dem Urheberpunkt bezüglich FanArts ganz kurz auf Twitter ausgelassen, allerdings im Bereich des Verkaufens. Weil das definitiv falsch ist. Ich stimme dir als Zeichnerin voll und ganz zu, dass es viel leichter ist auf die Welle der Begeisterung mit aufzuspringen, weshalb ein FanArt schneller die Zielpersonen erreicht als ein eigens entwickeltes Bild. Ich selbst stelle das immer wieder bei meinen Bildern fest. Allerdings sind meine Community FanArts auch eher verrückt und niemand (besonders ich) nimmt sie ernst xD Ich denke, solange man den Urheber erwähnt, ist das alles ok. So muss man das ja auch schließlich in der Schule oder Studium machen – immer mit Quellenangabe, wenn es nicht die eigenen Worte sind! Ich finde es traurig, dass viele das nicht so sehen und immer wieder etwas „reposten“/zwecksentfremden, ohne den Urheber anzugeben. Und ja, über Cosplay habe ich mir nie Gedanken gemacht, muss dir aber voll zustimmen. Das ist letztlich ebenfalls nichts Eigenes.
Es ist in allen Bereichen ein/e „Widmung/Danke an den Urheber“, weil man ja im Grunde nur etwas wieder gibt, was einen bewegt. Das ganze Thema ist aber echt nicht einfach zu handhaben. Ich muss nur den Kopf schütteln, wenn es ums Verkaufen solcher Produkte geht – egal, wie viel Arbeit und Material da drin steckt. Man nutzt den Beliebtheitsgrad aus. Im Grunde ist es total traurig, dass man „nur so“ Aufmerksamkeit schafft. (Betrifft mich ja irgendwo auch :‘) ohne meine komischen FanArts wäre ich jetzt nicht da, wo ich jetzt bin. Auch wenn ich noch super unbekannt bin :‘D ) Sowas Hilft beim Üben, aber was eigenes ist doch immer was schöneres. Bei Alendia wünsche ich dir auch ganz viel Durchhaltevermögen und weiterhin viel Spaß 
Sg
SgtRumpel antwortete am 23.08.2018:
Das geht uns allen so! Aufmerksamkeit erregen ist einfach harte Arbeit; heutzutage trotz Social Media nicht unbedingt einfacher als früher ohne. Und ich finde es auch vollkommen legitim, hin und wieder mit einem FanArt von einer bekannten Franchise zu profitieren! Man darf es eben nur nicht übertreiben, das ganze zu verkaufen oder eben gegen ein Markenrecht verstoßen.
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Sa
Sabi schrieb am 23.08.2018:
Super Beitrag. Ich find es wichtig, mal die Künstler, die beim Thema Urheberrecht gerne mal ganz laut werden, etwas runterzubringen. Viele vergessen oft, dass sie selbst die Reichweite und Arbeit anderer nutzen. Und eine Sache bringt mich auch echt immer auf die Palme... Ich weiß selbst, sie mühselig es ist Zeichnungen zusammenzukratzen und die Urheber zu finden, da finde ich ehrlich, dass Leute, die ihre Sachen nicht signieren, fast schon selbst Schuld sind, wenn was geklaut wird. Man muss im Internet eben einfach vorsichtig sein.
Le
Lena antwortete am 23.08.2018:
Wasserzeichen werden gerne rausgeschnitten/-editiert. Und wenn man sein Wasserzeichen so ins/übers Bild macht, dass man es nicht so ohne weiteres editieren kann, kriegt man von der anderen Seite aufs Dach, was man denn bitte für ein hässliches WZ da drauf knallt, das ruiniert das ganze Bild. Originalzeichner zu Bildern zu finden, ist mit Rückwärtssuche ne Sache von paar Minuten. Ich hab noch nie mehr als 5 dafür gebraucht. Und wenn ich was nicht mehr finde, kann ich wohl davon ausgehen, dass der Originalkünstler sein Bild gelöscht hat und dann poste ich es halt nicht.
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Ji
Jigelp schrieb am 24.08.2018:
Mit dem Tag "Lanzelot" profitierst du aber auch von der Arbeit eines gewissen SgtRumpel, der dieses Werk in seiner ganzen Schönheit zugänglich gemacht hat.
Sg
SgtRumpel antwortete am 24.08.2018:
Die Serie befindet sich im Public Domain. Steht in der Beschreibung zusätzlich mit einem Verweis auf das Original ;)
Ji
Jigelp antwortete am 24.08.2018:
;)
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Ke
Keksliz schrieb am 31.08.2018:
Wie ist es denn dann beispielsweise mit den Seiten RedBubble oder Etsy?
Dort gibt es doch viele Verkäufer, die T-Shirts, Tassen und Co. verkaufen mit Motiven von Serien oder Filmen. Müsste es da nicht auch rechtliche Konsequenzen geben oder ist das eine Grauzone?
Habe Mich noch nie richtig mit den Rechten solcher Seiten auseinander gesetzt..
Sg
SgtRumpel antwortete am 31.08.2018:
Das sind definitiv illegale, nicht lizensierte Produkte und könnten jederzeit abgemahnt werden.
Ke
Keksliz antwortete am 31.08.2018:
Ah okay :)
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Co
CookieEule schrieb am 02.09.2018:
Hallo SgtRumpel,
das ist ein aufschlußreicher Artikel mit vielen Gedanken zum Thema Urheberrecht und darüber hinaus. Im Bereich Fanart/Artwork kenne ich mich nicht aus, weiß jedoch dass das Urheberrecht auch mal vergessen (oder ignoriert?) wird. Ich selbt fotografiere und verwende einige Fotos davon für meine Kalender (gewerblich) und muss auch schauen, wie sich die Dinge verhalten (ich muss beim Verlag nachweisen, dass ich Marken- und Patentrechte recherchiert habe ... alle Texte dazu schreibe ich selbst) ... das ist manchmal gar nicht so leicht, vor allem weil die meisten Fotos im Ausland und außerhalb von Europa entstehen. Man hat viel "Spaß" mit der Recherche und am Ende bin ich mir dennoch nicht sicher, ob dann alles richtig ist.
Bisher hatte ich das Glück, das ich um Erlaubnis gefragt wurde, wenn jemand ein Foto (von meiner Webseite oder der fotocommunity) von mir haben/verwenden wollte. Das ist jetzt zwar ein anderes Beispiel als Fanart und Artwork, doch ich ziehe ja auch meinen Nutzen aus bekannten Motiven/Landschaften/Städten usw.
Die Sache mit der Verwendung von Fotos und Co. wird wohl ein ewiges "heißes" Thema sein - kann's allerdings auch nachvollziehen.
Wie gesagt, sehr guter Artikel, der mehrere Seiten beleuchtet.
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Willkommen
...auf meinem Blog. Hier schreibe ich über mein kreatives Schaffen, philosophiere über das Leben und rege mich gelegentlich auch über gesellschaftliche Zustände auf.
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